Concrete Jungle

Es ist so weit. New York wir kommen. 

Wir sind etwas müde bei der Zugfahrt in die Stadt. Doch die Müdigkeit ist schlagartig vergessen, als wir den ersten Schritt aus der Penn Station machen und wir die ersten großen Hochhäuser erblicken und das typische Hupen der Taxis hören. 

Und als wir uns umdrehen sehen wir doch tatsächlich schon das Empire State Building in diesem Beton Dschungel.

Verrückt. 

Man kann gar nicht richtig begreifen wie schnell, laut, schön und kontrastreich diese Stadt ist. 

Wir schlendern einfach durch die Straßen. Schauen uns das bunte Treiben an. Vorbei an Macy’s, zum Bryant Park und von dort zum Time Square. 

Ein unglaublich spannender Ort. Den wir unbedingt noch einmal nachts sehen müssen. 

Überall blinkt und glitzert es, die Broadway Schilder lachen einen von jeder Seite an und man kann gar nicht anders, als zu staunen. 

Wir kamen aus dem Staunen kaum wieder heraus, und als wir uns endlich wieder beruhigt hatten, ging es also weiter zum Rockefeller Center. Dort aßen wir einen sehr sehr guten Burger. Natürlich. Wir sind in New York City. Die Burger können nur gut sein. 

Um den ganzen Tag abzurunden, machten wir noch einen Abstecher zur St. Patrick’s Cathedral. Ein schöner Kontrast zwischen all den Wolkenkratzern eine Kathedrale zu sehen.

Auf dem Weg nach Hause konnten wir nicht widerstehen und mussten die NYC Experience vervollständigen mit einem Besuch bei Starbucks.

Klischee muss manchmal eben sein.

Einmal die amerikanische Bergrüßung, bitte. 

Der erste richtige Tag hier in West Hempstead, einem Vorort von New York.

Wir wohnen bei einer langjährigen Freundin und als wäre es nicht schon nett genug uns in Ihrem Haus zu haben, sie bringt uns auch noch gleich am ersten Morgen zu einem waschechten Diner!

Erster Tag, erstes Diner, erstes American Breakfast. Könnte ein Urlaub besser starten? Ich denke nicht.

Danach geht es ab zum Supermarkt. Wo wir viel mehr Zeit verbrachten als wir gedacht hätten. 

Alles ist hier entweder deutlich größer oder deutlich kleiner als bei uns. 

Wir müssen etwas über die mickrigen Lauchzwiebeln lachen und können uns kaum noch halten, als wir die 10 Kilo Reispackungen entdecken. 

Egal ob es Soßen, Oreos oder Käse ist. In einem ganz normalen Supermarkt scheint es hier extrem viel Auswahl von allem zu geben. 

Wir ließen unseren Vorstadttag beim Abendessen ausklingen, bei dem wir den besten Fisch den man hier weit und breit bekommen kann aßen:

Selbst gefischt und zubereitet, von dem Mann unserer Gastgeberin. 

Ein Träumchen.

Murphy’s Law

Übermüdet. Jetlag geplagt. Und stolz, dass wir uns beim Stop over nur ein bisschen verlaufen haben.

Das fasst unsere Gefühle ganz gut zusammen, als wir endlich am JFK Airport die Border Controle hinter uns und die Koffer in der Hand haben. 

Aber fangen wir doch vorne an. Alles startet um 8:30 am Sonntag. Mit viel Zeitpuffer geht es los. Ab nach Billund, Dänemark. Entgegen aller Erwartungen kommen wir, trotz eingeschobener Toilettenpause, viel zu früh am Flughafen an. 

Weil wir keinen Online Check In durchführen konnten, gingen wir zielsicher auf den Automaten zu um alles für den Flug bereit zu haben. Brav geben wir alle wichtigen Informationen ein und warten. 

Dann der erste Schock. Der Check In ist nicht möglich auf Grund eines Esta Problems. 

Ein Esta Problem ist vermutlich das letzte was man haben möchte bei einer Reise nach Amerika. Esta ersetzt schließlich ein Visum. Kein Esta, keine Einreise. 

Nachdem ich dann erstmal 5 Minuten damit verbracht habe verwirrt und ein bisschen panisch auf die Nachricht zu starren, sind wir zum Gepäckschalter gegangen und die nette Dame hat uns zum Glück weiterhelfen können.

Mein Name war auf meinem Flugticket falsch geschrieben. Auf meinem Esta allerdings richtig. Und wenn Esta und Ticket nicht übereinstimmen, wird keine Einreisegenehmigung erteilt. 

Nachdem das Problem also gelöst war, schauten wir auf unsere Boardkarte und bemerkten, dass wir überhaupt nicht nebeneinander saßen. Auf beiden Flügen nicht.

Wir waren so spät dran mit unserem Check In, durch die Probleme, dass wir keine andere Wahl hatten. Der Plan war also: Nett fragen und hoffen, dass jemand Sitzplätze tauschen möchte. 

Und tatsächlich hat das beide male funktioniert. 


Nach den ersten zwei Stunden Flug landeten wir in Paris CDG. Wir waren sehr besorgt darüber ob wir bei so einem riesigen Flughafen überhaupt jemals unser Gate finden würden. 

Tatsächlich mussten wir uns nur einmal kurz verlaufen und von einen unfreundlichen Franzosen anblaffen lassen um zu unserem Gate zu gelangen. 

Danach konnten wir unsere 7 Stunden ruhigen Flug mit sehr angenehmen Service und guter Film Auswahl sogar fast genießen. 

Wäre da nicht die Angst vor der Border Controle. 


Als Vivien, meine Reisepartnerin ohne Probleme durch die Kontrolle kommt, fühle ich mich etwas erleichtert. Was soll jetzt noch passieren?

Es könnte beispielsweise aus heiterem Himmel der Reisepassscanner der Security deinen Pass nicht anerkennen.

Da steh ich also. Völlig nervös, weil ich natürlich davon ausgehe, dass etwas mit meiner Genehmigung nicht stimmt. 

Tatsächlich ist es jedoch ihr System, dass 10 Minuten lang jeglichen ihrer Versuche ignoriert meinen Pass zu scannen.

Nach einigen Fragen an den Kollegen gegenüber, einem Systemneustart und diversen genervten Blicken, kann ich endlich die Grenze passieren. Ohne weitere Fragen über meinen Namen oder das Esta Dokument.

Es geht alles schief, was schief gehen kann. So besagt es Murphy’s Law.

Safety first.

Bin das nur ich, oder ist es wirklich schrecklich angsteinflößend, plötzlich planlos in einem fremden Land zu sein?

Was genau ich damit meine ist folgendes:

Stellt euch vor, ihr seid am Flughafen. Auf direktem Weg zu eurer nächsten Reise. Doch dann: Ein falscher Griff und schon ist es passiert. Das Smartphone ist kaputt. 

Blöderweise hattet ihr eure Online Ticketnummer für euren Flug leider nur auf dem Smartphone gespeichert. Und was jetzt?!

Um genau solche Szenarien und lange Diskussionen mit der Flughafen Bürokratie zu vermeiden, setze ich auf das altbewährte Papier. 

Alles was für uns wichtig werden könnte ist ausgedruckt oder handschriftlich notiert dabei. Alle Ticketnummern. Reiseroute mit allen wichtigen Informationen und Uhrzeiten. Persokopien von mir und meiner Reisepartnerin. Eventuelle Visa Dokumente. Eben alles, ohne das die Reise ins Wasser fallen würde.

Klingt paranoid? Vielleicht ja. Aber Vorsorge ist bekanntlich besser als Nachsorge. 

An dieser Stelle muss ich natürlich auch kurz meinen Papa erwähnen, der mir vehement predigt, dass Papier vertrauenswürdiger ist als die Technik. Schließlich ist er der Reiseplanungs König. Also glaube ich ihm das gerne. 

Nur in Barcelona, der Taschendiebstahl Hochburg überhaupt, auf Rucksäcke aufpassen konnte er nicht ganz so gut…

Auf Umwegen zum Ziel

Manchmal, man glaubt es kaum, führt ein Umweg einen auf viel bessere Weise zum Ziel. 

So war das auch bei mir mit meiner schier endlosen Suche nach einem günstigen Flug zum JFK Flughafen. Unter 800€ schien ab Hamburg einfach kein Flug buchbar zu sein. 

Doch dann die Idee! 

Warum denn nur auf Hamburg beschränken? Hannover, Bremen, oder Hamburg sind von uns aus nur ein bis zwei Stunden Fahrtunterschied. Das war ich schließlich bereit zu investieren, wenn dann unterm Strich, nach Abzug von Spritkosten, mehr Geld in der Reisekasse bleibt.

An welchen Flughafen ich allerdings ohne meinen Vater nie im Leben gedacht hätte, ist Billund, Dänemark. 

Bei dem Vorschlag war ich erstmal gewaltig verwirrt. Schließlich wollte ich nicht erst 5 Stunden fahren um dann 10 Stunden zu fliegen. 

Doch wenn man sich die Karte einmal anschaut, ist der Flughafen von Billund nicht weit von der Grenze entfernt. Somit ist es beinahe egal ob man von Hannover oder Billund aus fliegt. 

Was uns den riesigen Vorteil von 175€ Ersparnis pro Person einbrachte! 

Nach Abzug der sehr günstigen Spritkosten, da mein kleines Lieblings-Vehikel mit Gas fährt, können wir uns nun über 150€ mehr in unserer Reisekasse freuen. Die wir auch sicherlich gut gebrauchen können. 

Es lohnt sich also durchaus ab und zu mal abseits der Pfade nach dem ein oder anderen Schnäppchen zu suchen. 

Zwischen Prüfungen und Vorfreude

Wie ich feststellen musste, ist es gar nicht mal so einfach wie man denkt, gleichzeitig sein Abitur zu schreiben und eine große Reise zu planen.

Direkt zwei Tage nach meiner endgültigen Schulentlassung geht es für mich mit einer Freundin nach New York City!

Die Herausforderung dabei ist, keine der beiden Vorbereitungen zu vernachlässigen…ich gebe zu, dass es mir wirklich schwer fällt mich auf meine Lernbücher zu konzentrieren, wenn doch gleichzeitig der Reiseführer für NYC so verführerisch lockt. 

Aber das schlechte Gewissen plagt einen ja doch und so wird tagsüber gelernt und abends zum einschlafen wird das Netz nach spannenden NYC Aktivitäten durchforstet.

Für mich ist es die erste richtige Reise, die ich ohne Eltern antreten werde. Und natürlich hat man auch diverse Bedenken und hat Angst. Habe ich auch an alles gedacht? Wie wir es mir nach knapp 10,stündiger Reisekette gehen? Wird bei der Grenzkontrolle auch alles glatt laufen? 

Schließlich ist es ja nicht nur die erste Reise alleine, sondern auch die erste Reise über den großen Teich für mich.

Aber trotz der Nervosität wird, mit jedem Tag der vergeht, und mit jedem gelesenen Artikel, die Vorfreude noch ein bisschen größer. 

Vorfreude auf die Stadt, die Menschen, das Leben. 

Vorfreude auf das Unbekannte. 

Denn wer kann wirklich sagen wie es Vorort sein wird….

Hilfreiche Reise-Websites

Hilfreiche Reise-Websites

Eine große Reise zu planen kann manchmal ganz schön verwirrend sein. Man weiß nicht genau was man vor Ort alles erleben kann, wie viel Geld man für Ausflüge einplanen muss und was einen überhaupt erwartet.

Zum Glück gibt es einige Websites die einem dort mit Rat und Tat beiseite stehen.

Wie sicherlich viele wissen, kann man sich auf Pinterest unzählige Reiseziele, -unternehmungen und -tipps holen. Posts mit Namen wie “20 free things to do in London“ sind auf jeden Fall einen Blick wert bevor man sich auf den Weg macht.

TripAdvisor ist, wie ich finde ein absolutes Muss, wenn es um Reiseplanung geht. Vor allem auch wenn es um günstige Reiseplanung geht.

Auf der Website findet ihr weltweit Hotels, Flüge, Restaurants und Aktivitäten. Sogar nach Preisklassen sortiert. Grade für die Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten, sowie für Restaurants sind auch die unzähligen Besucher-Bewertungen hilfreich. So findet man, wenn man ein wenig gestöbert hat, auch die urige Pizzeria in einem Hinterhof in Pisa, die die Pizza nicht zu Touristen-Preisen verkauft. (Beste Pizza meines Lebens.)

Wer eher Vorlieben für Fertig-Reisen hat, der wird hier das ein oder andere Schnäppchen machen können. Oft stöber ich einfach durch die zahlreichen Angebote zu günstigen Flügen und Pauschal Reisen zu den unterschiedlichsten Orten der Welt.